Märchenwald

Vielleicht lag es an dem doch eher düsteren und verstörenden Setting des gestrigen Rollenspiels (KULT), aber ich war heute ein wenig down und konnte mich zu nichts aufraffen.

Joggen war also nicht, aber nach dem Mittagessen (gemischte Obstplatte, lecker-lecker!) habe ich mich in Wanderkluft und -schuhe geworfen und bin raus in die Natur. Der Wald ist mein Freund, auch wenn das Wetter es nicht ist – wobei es ja heute tatsächlich trocken war (juchuh!). Im Wald ist es, wenn man die stärker besuchten Stellen in der Nähe der Parkplätze und der Burg einmal hinter sich gelassen hat, immer ruhig, aber nie still. Ideal, um mal in sich zu gehen, den Kopf frei zu kriegen und die Nicht-Stille auf sich wirken zu lassen. Für mich ist das Balsam für die Seele und den Geist!

Der Orchelsweiher am Mittag

Der Orchelsweiher am Mittag

Es beginnt schon mit einem Farbrausch, den meine Handykamera leider nicht einzufangen vermag, am Orchelsweiher. All diese wunderschönen, herbstlichen Braun-, Rot- und Gelbtöne!

Und, trotz vollem Parkplatz, kaum jemand hier! Nunja, wird an der Laufenburg vermutlich genug los sein, ist ja noch Mittagszeit.

Also weitermarschieren und dem Wald lauschen, die Luft einatmen und das Farbenspiel der Bäume genießen. Dann einfach mal innehalten und dem Plätschern eines Waldbaches lauschen. Einatmen. Ausatmen. Und fühlen, wie das plätschernde, murmelnde Wasser den Kopf freispült.

Keine Ahnung warum, aber heute ist der Wald für mich ein märchenhafter Ort, an dem eine kleine Fee oder ein Windling zwischen den Bäumen hervorschwirrt, in dem Vögel sich um den schönsten Platz im Baum zanken, wo Trolle im hohen Gras lauern und Bäume wie loderndes Feuer aussehen ohne dabei zu verbrennen.

Bin ich die Einzige, für die dieses Farbspiel nach Feuer aussieht?

Bin ich die Einzige, für die dieses Farbspiel nach Feuer aussieht?

Ich glaube, ich bin heute das erste Mal seit 35 Jahren wieder durch einen Wald gegangen mit den Augen und Ohren des kleinen Mädchens, das Omas Märchenbücher regelrecht verschlungen hat und so furchtbar gerne mit Däumeline auf dem Blatt gesegelt wäre!

Und zum Abschluss, nach rund 2,5 Stunden staunen, wundern und marschieren, werde ich noch daran erinnert, dass die Adventszeit naht und damit auch die Zeit der Plätzchen 🙂

"Et Christkindche es al am backe!"

„Et Chreskendsche es al am backe!“

Für alle Nicht-Rheinländer: Die Bildunterschrift bedeutet in Hochdeutsch: „Das Christkindchen backt schon!“ 😉

Die Welt war schon irgendwie spannender als Kind – Zeit, öfters mit den Augen und Ohren eines Kindes durch die Welt zu gehen. Man verpasst sonst so viele Wunder direkt vor der Haustür – oder über dem Dach!

Abendsonne Schönthaler Hof

 

 

 

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