Zeit für Neues?

In den letzten Wochen bzw. schon Monaten macht sich bei mir eine seltsame Art von Müdigkeit und Unruhe breit.

Ich bin mir leider nur nicht sicher, woran es genau liegt:

Auf der einen Seite habe ich immer mehr das Gefühl, im job in einer Sackgasse zu stecken. Immer wieder derselbe Mist, immer wieder dieselben Diskussionen.

Auf der anderen Seite ist durch den neuen Kollegen jetzt etwas mehr Fahrt in einige eher festgefahrene Strukturen gekommen. Aber leider habe ich jetzt das Gefühl, dass man mir die einzigen Möglichkeiten, wo ich tatsächlich mal kreativ werden konnte, wegnimmt und ich auch hier jetzt nur noch Befehle ausführe.

Zudem ist dieser, mir vorgesetzte, Kollege jetzt auch nicht der König der guten Mitarbeiter-Führung. Sprich: Er gibt nur negatives Feedback, das zudem teilweise widersprüchlich und ein Danke für schnelle Umsetzung (oder überhaupt Umsetzung) kommt nur sporadisch.

Ein weiterer Punkt, der mich nicht unerheblich belastet: Die Kollegen sind größtenteils im Homeoffice, und diejenigen, die da sind, sind in anderen Räumen und ich bekomme so gut wie nichts mehr von ihnen mit. Zusammen mit der dunklen Jahreszeit und dem „kleinen Lockdown“ füttert das meine Depression.

Aber ich weiß, ich jammere auf hohem Niveau. Der GöGa und ich haben beide unsere unbefristeten jobs, sind nicht in Kurzarbeit und niemand aus unserem engeren Umfeld musste bisher eine Infektion mit CoV-SARS-2 durchmachen. Das sind alles in allem schon verdammt gute Nachrichten.

Trotzdem fühle ich mich müde, ausgebrannt, traurig und habe Sehnsucht nach etwas Neuem, einer Herausforderung, etwas zum Anpacken, tacklen und besiegen. Und dann bin ich gleichzeitig eben zu müde, um das in meiner Freizeit zu tun. Zumindest in dem Maße, wie es für einen Fortschritte nötig wäre.

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte…dieses von Niri gerade besoders.

Aber was sind hier meine Optionen?

Option 1: Augen zu und durch, weil es vielleicht einfach nur ein Winter-Corona-Special-Tief ist und sich spätestens nach erfolgreicher Impfkampagne und drei Monaten Gruppenknuddeln und „Free Hugs Marathon“ wieder legt.

Option 2: Ein großer Zug aus der Fuckitol-Flasche, Job hinschmeißen und eine Weile einfach nur noch machen, worauf ich gerade Bock habe und mich neu orientieren. Dass könnte ich aber auch safe frühestens nach Zuteilung meiner kleinen LV machen, um den Verdienstausfall abzupuffern. Sonst ist GöGa der Gearschte und er muss mich ohnehin schon genug ertragen.

Option 3: Mit meinen Chefs sprechen, ob wir nicht meine Aufgaben neu verteilen, schärfen und definieren können – und ich einen eigenen Bereich bekomme, in dem ich das Käppchen auf habe und kreativ sein kann.

IDK, folks! I. Don’t. Know.

Guess who’s back?!

Man mag es ja nicht glauben, aber ich habe es tatsächlich geschafft, nach langer Recherche die Zugangsdaten zu diesem Blog wiederzufinden!

Notiz an mich selbst:
Den E-Mail-Provider zu wechseln und dabei zu vergessen, die Anmeldeadresse für den Blog zu ändern = doof!

Und ja, es ist sieben Jahre her, seit ich hier auf dieser Plattform meinen geistigen Auswurf zuletzt in die Welt gehustet habe. Zumindest in dieser ausführlicheren Form – auf den diversen Social Media war und bin ich ja weiterhin aktiv. Ja, selbst auf facebook. Gezwungenermaßen noch.

Was ist in den letzten sieben Jahren bei euch so passiert?

<ironie>Bei mir war es recht langweilig:
Zweite Augen-OP, Umzug von Langerwehe nach Kohlscheid – ich kann zu Fuß zur Arbeit gehen (jauchzet, frohlocket!) – vorher noch Ischias und Hörsturz, kompletter Verlust der Fitness, 20 kg mehr auf den Rippen, unerwartet verstorbene Freunde und Kollegen, Lisa letztes Jahr an einen Lebertumor verloren und natürlich nicht zu vergessen: unser aller Lieblingsjahr 2020. </ironie>

Achso, ich vergaß: Meine beiden Freunde Migräne und Depression sind immer noch bei mir – mein Mann komischerweise auch: #ehrenmann.

Aber es sind auch schöne Dinge passiert:

Meine Freunde sind immer noch meine Freunde, ich bin endlich dauerhaft etwas bunter geworden, Lisa und Niri haben sich zuletzt so weit angefreundet, dass sie ohne zu murren nebeneinander liegen konnten und ich habe endlich meine Haarfarbe gefunden – Khaleesi Blond.

Dass ich mindestens genauso wahnsinnig wie Deanerys bin, es aber aufgrund mangelnden Machtgefüges besser verstecken muss, wusstet ihr ja schon vorher 😉

What’s next?

Inwiefern es nun auf diesem Blog weitergeht – geschweige denn, ob es in irgendeiner Form regelmäßig weitergeht – kann ich noch nicht sagen. Ich bin gerade wieder in einer Phase der internen Orientierung: Wo will ich in den nächsten Jahren hin? Wer will ich sein? Wie will ich sein? Was schenkt mir Zufriedenheit? Was brauche ich?

Alles Fragen, mit denen ich mich in den kommenden dunklen Tagen und Wochen auseinandersetzen werde. Ich lasse euch die Antworten aber wissen – in sieben Jahren :-D.