In Memoriam: Susi

Susi war meine Katze und sie begleitete mich fast 10 Jahre durch’s Leben. Über die Katzenhilfe Aachen bekam ich sie damals zusammen mit Lumpi, ebenfalls Katze (auch wenn der Name eher an einen Kater denken lässt).  Lumpi fiel leider schon 2 Jahre später der FIP (Feline Infektiöse Peritonitis) zum Opfer.

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Susi hingegen blieb fast ihr Leben lang gesund. Bis sie 16 Jahre alt war und Probleme bekam: Schwäche, Appetitlosigkeit, schaumiges Erbrechen. Die ersten merkbaren Symptome der CNI.

Sie litt fast 3 Jahren an CNI. CNI bedeutet chronische Niereninsuffizienz und dies wiederum ist eine unheilbare Krankheit. Da ich mich in der yahoo!-Group nierenkranke_Katze befand, als Susi noch lebte, weiß ich wie glücklich ich mich schätzen kann eine Tierarztpraxis mit fähigen Tierärzten gefunden zu haben. Denn dort hieß es nicht bei der Diagnose CNI: “Ihre Katze wird nur noch wenige Monate leben!” wie ich es mittlerweile in der Mailingliste NK oft gelesen habe. Die Halter sind dann verzweifelt und wenn dann vom Tierarzt, der es ja wissen muss, der Vorschlag kommt das Tier am besten sofort einzuschläfern, finden zum Glück einige den Weg auf besagte Mailingliste, bzw. yahoo!-Group. Denn das stimmt so nicht, Susi war einer der Beweise dafür.

Die Seite www.felinecrf.info ist eine gute Informationsquelle und ich kann wirklich JEDEM Katzenhalter, der ein älteres Tier besitzt nur anraten, sich diese Seite anzuschauen und sich mit den Informationen dort zu wappnen. Es gibt immer Möglichkeiten und auch wenn die CNI nicht heilbar ist, therapierbar ist sie. Und noch etwas: Die Katze hat durch die CNI keine Schmerzen, sie hat aber andere Symptome, die ihr das Leben nicht gerade leichter machen.

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Bei Susi waren es folgende: sie war oft müde, schlief viel, hatte wechselnd mal guten oder eben auch mal gar keinen Appetit, musste erbrechen, trank viel und fühlte sich an den schlechten Tagen ganz offensichtlich mies. Dies alles führte dazu, dass Susi viel zu dünn war. Das kam durch die Giftstoffe, vor allem Harnstoff und Ammoniak, die durch die Niere nicht mehr ausgeschieden werden konnten und von niereninsuffizienten Menschen sieht die Beschreibung des Allgemeinbefindens in etwa so aus: “Stellen Sie sich vor, Sie hätten einen fürchterlichen Kater.”

Beim Menschen macht man bei CNI eine Dialyse und im fortgeschrittenen Stadium, wenn der Patient Glück hat, eine Nierentransplantation. Die Transplantation ist die einzige Möglichkeit der Heilung der CNI, aber sie gilt nur für Menschen. Bei Tieren wird das nicht gemacht, hier werden von tierärztlicher Seite Blutdruckmittel gegeben und über Infusionen versucht die Giftstoffe auszuspülen. Es gibt dazu noch homöopathische Ansätze, die sowohl mit dem Tierarzt, als auch möglichst mit einem guten Tierheilpraktiker besprochen werden sollten, ABER BITTE NICHT VERGESSEN: Medikamente sind keine Bonbons, auch homöopathische nicht! Also bitte besprechen Sie alle möglichen Therapieformen und Medikamente mit Ihrem Tierarzt und wenn er nicht kooperiert, sondern auf irgendwelchen unbegründeten und veralteten Positionen verharrt, lassen Sie ihr Geld bitte bei einem Tierarzt, der bereit ist Ihnen und vor allem Ihrer Katze zu helfen. Auch Ärzte sind Dienstleister und heutzutage ist der Patient Kunde und nichts anderes. Egal ob man nun zum Tierarzt geht oder für sich selbst zum Humanmediziner, eine kritische Haltung ist nicht verkehrt.

Wenn Sie also eine Katze haben, die das zehnte Lebensjahr überschritten hat, dann sollte ein großes Blutbild mit Elektrolyten, den Leber- und Nierenwerten, einem Differentialblutbild, sowie eine Urinuntersuchung zur jährlichen Untersuchung beim Tierarzt gehören. Einfach um die CNI so früh wie möglich zu erkennen.

Und BITTE: Sie wissen doch augenscheinlich wie man einen Browser bedient, dann suchen Sie im Internet doch nach allem an Informationen, was zu finden ist. Sie werden dann zwangsläufig auf Helens Seite felinecrf.info und bei der Mailingliste nierenkranke_Katze landen, denn dort gibt es so viel gute Information, Hilfe und Unterstützung; die Menschen dort und ihre Katzen sind meine Helden .

Und jetzt der traurige Abschluss: Susi verstarb am 20.03.2006 mit fast 19 Jahren an einem wiederkehrenden Infekt. Irgendwann reichte einfach die Kraft nicht mehr und so wurde sie an diesem Tag beim TA erlöst. Aber ich weiß, es geht ihr jetzt gut, wo immer sie jetzt auch sein mag.

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