Heute morgen nach dem Frühstück entbrannte mit meinem GöGa eine interessante Diskussion:
Was wird in den nächsten Monaten die Zukunft wohl bringen?
Zunächst waren wir beide der Meinung, dass die Wirtschaftsfuzzies, die glauben China würde die Weltwirtschaft nach oben ziehen, sich da verrechnen!
China hat in den letzten 20 Jahren nichts anderes getan als Know-how und Technik zu sammeln – Manpower haben sie dort seit eh und je genug. Was auch immer auf dem Weltmarkt von Seiten Chinas passieren wird – es wird nicht zu einem Aufschwung der westlichen Länder führen, sondern zu einem Aufschwung Chinas!
Damit will ich jetzt beileibe keinen Wirtschafts-Krieg gegen die Chinesen entfachen, denn das wäre unsinnig. Dieselbe Blase, die in den westlichen Ländern jetzt kollabiert ist, baut sich dort allmählich auf und fällt dann zusammen. Aber die Chinesen werden mit einem anderen Problem zu kämpfen haben: Menschen, denen es gut genug geht, um über Dinge jenseits von „Wie ernähre ich morgen meine Familie?“ nachzudenken. Die Menschen, die im Ausland studiert, gearbeitet und gelebt haben und mit der ein oder anderen Idee zurückkehren werden. Einer Idee, die mit idealistischen Zielen wie Gerechtigkeit und Gleichheit, aber natürlich auch mehr Wohlstand zu tun hat.
Und bevor wir anfangen, zu intensiv nach Fernost zu blicken, sollten wir vor der eigenen Türe kehren: Die Rezession ist beendet, heißt es jetzt in den Medien. Schön, dass das so kurz vor den Wahlen verkündet wird! Das macht diese Aussage in meinen Augen nur wenig glaubhaft – glaube nie einer Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast, erst recht nicht vor Wahlen!
Denn, was passiert hier nach den Wahlen, wenn die ersten Kurzarbeitsphasen auslaufen und die Unternehmen anfangen, vermehrt Leute auf die Straße zu setzen? Was hat die „Abwrackprämie“ gebracht, außer mehr Umsatz für die Autohändler (immerhin!), aber Preisverfall bei den Alt-Metallen und den anderen wiederverwertbaren Stoffen und Elementen aus den Autowracks?
In den nächsten Jahren sehe ich hier viel zu tun – mehr werden sich selbständig machen müssen, um Geld zu verdienen. Und entsprechend viele werden es nicht schaffen, dennoch über die Runden zu kommen. Die Frage ist, wohin wir steuern werden: Chaos und hohe Arbeitslosenzahlen, die das Pulverfass „Allgemeinstimmung“ hochgehen lassen – oder Mut zum Neuanfang und Aufbruchsstimmung, denn für jeden gibt es irgend etwas zu tun, man muss nur die passende Nische finden.
Ich bin gespannt!