Was wäre, wenn?

Was wäre, wenn ich vor meinem Abi selbstbewusster gewesen wäre und direkt den Mediziner-Test gemacht hätte? Und Medizin studiert hätte, statt MTA zu werden und dann festzustellen, dass ich mich zu „Höherem“ berufen fühle?

Was wäre, wenn ich mir nicht hätte einreden lassen, dass ich nicht hübsch und talentiert genug bin, um als Sängerin auf einer Bühne zu stehen und Gesang studiert hätte?

Was wäre, wenn ich den Mut gehabt hätte, diejenigen die mich verletzt haben zur Rechenschaft zu ziehen – mit allen Konsequenzen?

Wäre ich ein anderer Mensch? Vermutlich schon.
Wäre ich woanders, beruflich, seelisch, geographisch? Mit Sicherheit, ja.
Hätte ich heute die Menschen um mich herum, die mir jetzt wichtig sind? Vermutlich nicht, schade.
Wäre ich glücklicher? Darauf werde ich wahrscheinlich erst im nächsten Leben eine Antwort finden ;-)

Quo vadis?

Heute morgen nach dem Frühstück entbrannte mit meinem GöGa eine interessante Diskussion:

Was wird in den nächsten Monaten die Zukunft wohl bringen?

Zunächst waren wir beide der Meinung, dass die Wirtschaftsfuzzies, die glauben China würde die Weltwirtschaft nach oben ziehen, sich da verrechnen!
China hat in den letzten 20 Jahren nichts anderes getan als Know-how und Technik zu sammeln – Manpower haben sie dort seit eh und je genug. Was auch immer auf dem Weltmarkt von Seiten Chinas passieren wird – es wird nicht zu einem Aufschwung der westlichen Länder führen, sondern zu einem Aufschwung Chinas!

Damit will ich jetzt beileibe keinen Wirtschafts-Krieg gegen die Chinesen entfachen, denn das wäre unsinnig. Dieselbe Blase, die in den westlichen Ländern jetzt kollabiert ist, baut sich dort allmählich auf und fällt dann zusammen. Aber die Chinesen werden mit einem anderen Problem zu kämpfen haben: Menschen, denen es gut genug geht, um über Dinge jenseits von „Wie ernähre ich morgen meine Familie?“ nachzudenken. Die Menschen, die im Ausland studiert, gearbeitet und gelebt haben und mit der ein oder anderen Idee zurückkehren werden. Einer Idee, die mit idealistischen Zielen wie Gerechtigkeit und Gleichheit, aber natürlich auch mehr Wohlstand zu tun hat.

Und bevor wir anfangen, zu intensiv nach Fernost zu blicken, sollten wir vor der eigenen Türe kehren: Die Rezession ist beendet, heißt es jetzt in den Medien. Schön, dass das so kurz vor den Wahlen verkündet wird! Das macht diese Aussage in meinen Augen nur wenig glaubhaft – glaube nie einer Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast, erst recht nicht vor Wahlen!
Denn, was passiert hier nach den Wahlen, wenn die ersten Kurzarbeitsphasen auslaufen und die Unternehmen anfangen, vermehrt Leute auf die Straße zu setzen? Was hat die „Abwrackprämie“ gebracht, außer mehr Umsatz für die Autohändler (immerhin!), aber Preisverfall bei den Alt-Metallen und den anderen wiederverwertbaren Stoffen und Elementen aus den Autowracks?

In den nächsten Jahren sehe ich hier viel zu tun – mehr werden sich selbständig machen müssen, um Geld zu verdienen. Und entsprechend viele werden es nicht schaffen, dennoch über die Runden zu kommen. Die Frage ist, wohin wir steuern werden: Chaos und hohe Arbeitslosenzahlen, die das Pulverfass „Allgemeinstimmung“ hochgehen lassen – oder Mut zum Neuanfang und Aufbruchsstimmung, denn für jeden gibt es irgend etwas zu tun, man muss nur die passende Nische finden.

Ich bin gespannt!

Das Leben ist kein Ponyhof…

Kenn ihr diese Tage, an denen euch die Realität furchbar auf den Geist geht? Weil alles so furchtbar laut, hektisch und konsumgeil an euch vorbei rauscht?

Heute ist wieder so ein Tag für mich. Die Welt hat mir an sich nichts getan und alle waren nett zu mir, aber irgendwie möchte ich manchmal einfach laut „Stop!“ schreien und die Bremse ziehen. Den ganzen Tag möchte ich bei dem schönen Wetter lieber am Rheinufer oder bei uns zuhause im Garten sitzen und dem Leben, wie es seit zigtausend Jahren seiner Wege geht, lauschen.

Ohne den ganzen lärmigen Kram, den wir in den letzten hundert Jahren fabriziert haben!

Stellt euch das vor:
Irgendwo in einer weiten, grünen (gelben, roten oder bunten) Landschft sitzen und keine Geräusche um euch herum als das Rauschen des Windes, das Murmeln eines Baches und das Summen und Zirpen der Insekten. Vereinzelt raschelt irgendwo etwas in einem Busch oder im Gras und ein Vogel lässt sein Lied erklingen. Und sonst nichts, außer eurem eigenen Atem!

Ihr sitzt da und lasst die Geräusche auf euch wirken und hört einfach nur dem Leben zu, seht den Wolken nach und fühlt die Sonne auf der Haut und die Erde, auf der ihr sitzt. Es riecht nach Sonne, Erde, Gras und Wasser. Ihr schmeckt nichts in der Luft, außer vielleicht die Aromen der Pflanzen um euch herum.

Und ihr sitzt da und seid einfach nur. Es gibt nichts zu tun, nur da zu sein. Wie fühlt sich dieser Gedanke bei euch an?

Bei mir weckt er die Sehnsucht, mir eine Trekkingausrüstung zuzulegen, den Rucksack zu packen und aufzubrechen – irgendwo hin. Mongolische Steppe, Afrikanische oder Arabische Wüste, Mecklenburgische Seenplatte – egal, nur irgendwie weg von der Zivilisation. Und wenn es nur ein paar Tage sind, nach denen ich mich dann über elektisches Licht, fließend warmes Wasser und ein Klo mit Spülung freue :-)

Grüne Welle

Die grüne Welle erreicht auch das Web 2.0 – die Blogger werden aktiv gegen CO2!

Und, weil ich Bäume mag und nicht finde, dass Holland im Meer versinken sollte – mal davon abgesehen, dass Eisbären, Pinguine und Co. ihren Lebensraum behalten müssen -  mache ich mit.

Dafür, dass ich diesen Artikel verfasse und den Button auf meinem Blog poste, pflanzt kaufDa einen Baum. Dieser absorbiert für fünfzig Jahre soviel CO2, wie dieser Blog erzeugt. Mein Blog ist damit also CO2 neutral – eine gute Sache, wie ich finde.


CO2-neutral - Einkaufen und Angebote bei kaufDA.de

Mal davon abgesehen, dass ich nicht von einem fünfzigjährigen Bestehen meines Blogs ausgehe, ist jeder Baum ein wertvolles und wichtiges Lebewesen auf unserem Planeten und um jeden einzelnen ist es schade, wenn er gefällt wird. Bäume erzählen Geschichten, wenn der Wind in den Blättern rauscht und sie spenden nicht nur Sauerstoff, sondern bieten vielen Lebewesen Unterschlupf und Nahrung.

Mach Deinen Blog doch auch grün – es kostet nichts, nur einen Artikel. Und das sollte ein Baum doch allemahl wert sein, oder?

Oh Shit, Frau Schmidt – oder: Das Sommerloch

Warum regen sich eigentlich alle über die 10.000 Euro auf, die Ulla Schmidt für den gepanzerten Dienstwagen-Einsatz in Spanien verpulvert hat, wenn die Steuergelder andernorts komplett sinnfrei verprasst werden? (OK, dass der Wagen dann in Spanien geklaut wurde, ist natürlich extremst blöd – aber irgendwo in Russland freut sich jetzt jemand über das Schnäppchen.)

Brücken ins Nichts, Milliardensanktionen für Banken, die sich verzockt haben etc. pp., DAS sind doch viel eher Aufreger, oder?

Das Sommerloch treibt manchmal komische Blüten…